Kurzüberblick

LEHR- UND FORSCHUNGSINTERESSEN

Publikationsliste

Lebenslauf

Joachim Grzegas

Forschungs- und Lehrinteressen


Die "Schlüsselwörter" meiner Forschungs- und Lehrtätigkeiten heißen Variationslinguistik (einschließlich der diachronen Variation), komparatistische Sprachwissenschaft und Angewandte oder besser Öffentlichkeitsorientierte Sprachwissenschaft. Darunter fallen einige Schwerpunkte (zu denen ich auch eine Liste an Webtipps ins Internet gestellt habe):

Ich habe meine Interessen in folgende Gebiete eingeteilt:
1. Eurolinguistik, incl. Englisch als Lingua Franca und Sprachdidaktik
2. Sozioökonomische Linguistik (incl. Sprachdidaktik)
3. Onomasiologie, Historische Linguistik, Etymologie
4. Interkulturelle Kommunikation (incl. Sprachdidaktik)
5. Österreichisches Deutsch
6. Kontrastive Linguistik Englisch - Deutsch (incl. Fremdsprachendidaktik)
7. Dolomitenladinisch
8. Variationslinguistik
9. Sprachkontakt
10. Praktische Sprachwissenschaft, Öffentlichkeitsorientierte Sprachwissenschaft (incl. Sprachdidaktik)
11. Hochschuldidaktik, Schuldidaktik, Erwachsenendidaktik

Eurolinguistik, incl. Englisch als Lingua Franca

Ab 2002 hat sich mein Interesse an den Wechselbeziehungen der europäischen Sprachen (insbesondere den EU-Sprachen) sehr gesteigert. Im Juli 2004 habe ich daher die Internet-Plattform EuroLinguistiX (ELiX) gegründet (vgl. dazu meinen Eröffnungsartikel). Über diese Internet-Plattform ist auch das ELiX Wiki mit den laufenden Forschungsprojekten zugänglich.

Einschlägige Publikationen:


Laufende Projekte:

Sozioökomische Linguistik (incl. Sprachdidaktik)

Die sozioökonomische Linguistik (SÖL) versucht einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme (insbesondere mit Blick auf die Entwicklung zur Wissensegesellschaft) zu leisten -- sowohl auf nationaler oder auf internationaler Ebene (vgl. meine SÖL-Website).

Einschlägige Publikationen:


Laufende Projekte:

Onomasiologie, Historische Lexikologie, Etymologie

Schon seit meiner Gymnasialzeit fasziniert mich das Schicksal von Wörtern. Nach der kognitiven Wende in der Sprachwissenschaft steht nun die Semantik wieder verstärkt im Zentrum des Forschungsinteresses. Allerdings wird dabei hauptsächlich semasiologischen Fragestellungen nachgegangen, während die Onomasiologie ein Schattendasein fristet. Gerade dieser will ich mich in nächster Zeit verstärkt widmen. Nicht zuletzt deshalb habe ich vor kurzem, zusammen mit Herrn Professor Alfred Bammesberger, die Internet-Zeitschrift Onomasiology Online (OnOn) gegründet. Daraus soll letzten Endes eine Datenbank entstehen, mit deren Hilfe sprachübergreifende Vergleiche zur Bezeichnung und zum Bezeichnungswandel verschiedener Konzepte möglich sind. Allerdings plädiere ich für ein Zusammenspiel von Onomasiologie und Semasiologie. Solche Fragen berühre ich zum Teil schon in Nebenschauplätzen meiner Dissertation.

Einschlägige Publikationen:

Interkulturelle Kommunikation (incl. Sprachdidaktik)

Ein Großteil meiner Studierenden wollen selbst wieder Sprachausbilder werden. Daher interessiert mich natürlich auch die interkulturelle Kommunikation und wie die Kompetenz dazu vermitteln kann (vgl. dazu die Website zum Basic Global English. Die Literatur zu diesem Thema ist bereits sehr reichhaltig und so stellt sich die Frage, welche der Aspekte und Ergebnisse für den Unterricht zentral sein sollen.

Einschlägige Publikationen:


Österreichisches Deutsch

Mein Ziel ist es, auf verschiedenen sprachlichen Ebenen empirisch und theoretisch aufzuzeigen, dass das Österreichische Deutsch eine eigene gleichwertige Standardvarietät neben dem sog. "Deutschländischen" ist. Das Österreichische Deutsch unterscheidet sich nicht nur in einigen wenigen Wörtern und der Aussprache vom Deutschländischen. Bislang ist vernachlässigt worden, Ebenen zu betrachten, die über das Einzelwort hinausgehen.

Einschlägige Publikationen:

Kontrastive Linguistik Englisch - Deutsch (incl. Fremdsprachendidaktik)

Dieses Thema interessiert mich insbesondere mit Blick auf die Lehrerausbildung, die einen wichtigen Bestandteil meiner Lehrtätigkeit darstellt.

Einschlägige Publikationen:

Dolomitenladinisch

Das Dolomitenladinische ist eine vom Aussterben bedrohte romanische Dialektgruppe in Südtirol. Sie wird gemeinhin zum Komplex des Rätoromanischen gezählt. Es ist jedoch zu betonen, dass das Westrätoromanische/Bündnerromanische, das Zentralrätoromanische/Dolomitenladinische und das Osträtoromanische/Friaulische sich weniger durch Gemeinsamkeiten als durch ihren Abstand vom Norditalienischen auszeichnen. Wie ich bereits in meiner Dissertation ausführe sind die rätoromanischen Teilgebiete zusammen mit den norditalienischen Dialekten nicht zum Italoromanischen dazugezählt werden sollten; sie sind allenfalls zum Galloromanischen zu rechnen oder als eigene Sprachgruppe zu definieren. Im Bereich des Dolomitenladinischen interessieren mich im wesentlichen lexikalische Probleme.

Einschlägige Publikationen:

Variationslinguistik

Einschlägige Publikationen:

Sprachkontakt

Der Sprachkontakt steht bereits im Mittelpunkt meiner Dissertation (vgl. oben), in der es im wesentlichen um das keltische Substrat in cisalpinen romanischen Dialekten geht. Ein weiteres Thema, das mich auf dem Gebiet des Sprachkontaktes interessiert, ist der Einfluss des Englischen auf das Deutsche und andere europäische Sprachen.

Einschlägige Publikationen:

Praktische Sprachwissenschaft, öffentlichkeitsorientierte Sprachwissenschaft (incl. Sprachdidaktik)

Als Wissenschaftler sehe ich mich dazu verpflichtet, nicht nur solchen Studien nachzugehen, die zum Teil nur sich selbst dienen, wenngleich es für einen Fortschritt in der Wissenschaft unbedingt auch solche Arbeiten braucht. Es sind ja gerade solche (detaillierten) Arbeiten, mithilfe derer sich dann größere, weitsichtigere Fragenkomplexe diskutieren lassen. Ich für meinen Teil will daneben aber auch zeigen, dass Sprachwissenschaft auch für den Nicht-Profi interessant und nützlich sein kann, sei es für Studierende (als angehende LehrerInnen), sei es für die allgemeine Bevölkerung. Zu diesem Zweck habe ich auch eine Website "Sprachwissenschaft für die Öffentlichkeit" eingerichtet, auf der ich zusammen mit meinen Studierenden Seiten zu sprachwissenschaftliche Themen so präsentiere, dass sie als Unterrichtsmaterialien dienen können.

Einschlägige Publikation:

Hochschuldidaktik, Schuldidaktik, Erwachsenendidaktik

In meinen Veranstaltungen verusche ich, all die genannten Ideen und Forschungsinteressen miteinzubringen. Meine Kurse laufen sehr demokratisch ab. Ich verfolge im wesentlichen den didaktischen Stil der Methode "Lernen durch Lehren", die von Jean-Pol Martin entwickelt worden ist. Dies bedeutet im wesentlichen, dass die Studierenden selbst einen großen Teil der (selbstständigen) Unterrichtsgestaltung übernehmen. Einen Einblick in meine Unterrichtskonzeption gebe ich in folgenden Aufsätzen:



Hier findet sich meine vollständige Publikationsliste.

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